Gos

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Roland Goossens (*1. März 1937 in Thy-le-Château, Belgien), bekannter unter dem Kürzel Gos, ist ein belgischer Comiczeichner und -autor aus dem Umfeld von Peyo.

Seinen professionellen Einstand in der Welt der Comics gab Goossens, der sein Geld bis dahin als Berufssoldat bei der Marine verdient hatte, 1964 in Le Soir Illustré als Autor für Peyos Serie Jacky et Célestin, zu dem Zeitpunkt gezeichnet von François Walthéry, der noch eine Weile sein Weggefährte bleiben sollte. Bereits ab 1966 erhielt Gos die Chance, im Journal de Spirou eine eigene Serie zu veröffentlichen: Boubou, der kleine Puma, kam allerdings über drei kurze Geschichten nicht hinaus.

Zwischen 1968 und 1970 war Gos für Spirou als Teil des Studios Peyo an einigen Abenteuern sowohl der Schtroumpfs ("Les Schtroumpfs et le Cracoucass", "Le Schtroumpfeur de pluie") als auch des mittlerweile von Walthéry gezeichneten Benoît Brisefer ("Tonton Placide", "Le Cirque Bodoni") hauptsächlich als Autor beteiligt. Als Assistent Peyos unterstützte er außerdem André Franquin bei dem Szenario zu dessen letzter Spirou et Fantasio-Episode.

Nachdem er 1968 bereits zwei Sechsseiter für Walthéry geschrieben hatte (auf deutsch beide bei Kauka erschienen), emanzipierte sich Gos 1970 wie dieser endgültig von seinem Lehrmeister Peyo und wandte sich neuen Herausforderungen zu: als Autor brachte er die später von verschiedenen Szenaristen betreute Walthéry-Serie Natacha auf den Weg und als Zeichner übernahm er die Serie Gil Jourdan von Maurice Tillieux, der sich bis zu seinem vorzeitigen Tod nur noch auf die Szenarios für seinen Detektiv konzentrierte.

Ende 1972 schließlich brachte Gos mit Le Scrameustache seinen eigenen Science-Fiction-Funny ins Spirou-Magazin, bei dem er, erstmals seit Boubou, als Autor und Zeichner in Personalunion fungierte. Diese Serie war in Frankobelgien von Anfang an so populär, dass sich der Künstler - abgesehen von einem letzten, kurz nach dem Tode Tillieux' veröffentlichten Gil Jourdan-Abenteuer - fortan ausschließlich auf sie konzentrierte. In Deutschland hingegen kam das außerirdische Katzenwesen nie über den Status der Obskurität hinaus: die Debütgeschichte erschien 1976 innerhalb der Bastei-Reihe Topix, erst seit 2002 hat Kosmi, so der hiesige Name des "blauen Männchens aus dem All", seine eigene Albenreihe bei Salleck Publications. Seit 1983 wird Gos bei seiner Erfolgsserie, die er bis heute zeichnet, von seinem Sohn Walter Goossens (Künstlername: Walt) unterstützt. Bis 2003 war die Serie zu Gast in Spirou, wo sie mit Les galaxiens auch einen Gag-Spin-off hatte; ebenfalls erwähnenswert ist ein Crossover-Abenteuer mit den Petits Hommes (Minimenschen) aus dem Jahre 1985.

Gos bei Kauka

sowie die Einzelgeschichten

Weblinks