Rolf Kauka

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Rolf Kauka um 1970

Rolf Kauka (* 9. April 1917 in Markranstädt bei Leipzig; † 13. September 2000 in Thomasville, Georgia, USA) war ein deutscher Comic-Pionier der Nachkriegszeit. Der "Vater" von Fix und Foxi, Lupo & Co konnte als Verleger und Herausgeber auf ein äußerst bewegtes und vielseitiges Schaffenswerk zurückblicken. Er gründete mehrere Firmen und Verlage, nutzte die verschiedensten Vertriebswege und hatte jede Menge Partner, die seine mannigfaltigen Produkte verlegten und druckten. Der Begründer der langlebigsten deutschen Comicproduktion galt vielen gemeinhin als "der deutsche Walt Disney".

Jugend und frühe Verlegeraktivitäten

Rudolf Paul Alexander Kauka wuchs als Sohn von Paul und Margarete Kauka in Markranstädt in Sachsen auf. Sein Vater war Hufschmied und Wagenbauer, später Schrankenwärter. Die Familie bewohnte nacheinander die Häuser Albertstraße 40, Bismarckstraße 8 und Bismarckstraße 3 (die heutige Heidestraße). Rolf hatte zwei jüngere Schwestern, Ingeborg und Brunhilde. Ab 1923 besuchte er die Volksschule in Markranstädt, anschließend ab 1927 die Friedrich-Liszt-Realschule in Leipzig. Bereits als Schüler zeichnete er Cartoons für die Leipziger Neueste Nachrichten und das Weißenfelser Tageblatt. Nach einer dreijährigen Lehre als Drogeriegehilfe war er ab November 1938 Kanonier beim III. Flak-Regiment 33 und diente im Zweiten Weltkrieg als Berufsoffizier. Im Juni 1943 heiratete er die Arzthelferin und später als Ärztin tätige Erika Bahre. Aus dieser Ehe ging 1945 Tochter Mascha hervor, die sich später einen Namen als Unterstützerin von Indiovölkern in Ecuador sowie als Kämpferin für den Erhalt des Regenwaldes machte und 2002 die Initiative Amazonica ins Leben rief.

Wie aus unlängst aufgetauchten Unterlagen hervorgeht, gründete Rolf Kauka bereits 1947 den Kauka-Verlag, dessen früheste bisher bekannte Publikation der noch im selben Jahr erschienene "Leitfaden für Polizeibeamte" von Dr. E. G. Mayer war. 1948/49 veröffentlichte Kauka gemeinsam mit seinem Freund Dr. Norbert Pohl die "Elemente der Rechtswissenschaft", eine Kurzlehrbuchreihe für Jurastudenten (Verlag der Zwölf München). Die Bekanntschaft mit Harry Schulze-Wilde führte wenig später zur Gründung der "Münchener Verlagsbuchhandlung". Für dieses kurzlebige Unternehmen führte Kauka die "Elemente" weiter und lancierte neue Projekte wie die Zeitschrift "Technische Neuheiten und Erfindernachrichten" und die Romanserien "Der neue Filmroman" und "Neues Kriminalmagazin". Ende 1949 ließ sich Familie Kauka in München nieder.

Ab 1950 trat der Kauka-Verlag mit der Roman-Serie "Bill Rocky" wieder in Erscheinung und führte Filmroman und Kriminalmagazin weiter. 1951 kamen kurzzeitig noch das Magazin "ER - die Zeitschrift für den Herrn" und die bunte Monatsrevue "Mix" hinzu. 1952 wollte Rolf Kauka an die Erfolge der populären Zigarettensammelbilder anknüpfen und gab die beiden Sammelbildserien "Der wilde Westen" und "Indianerland" heraus. Im Dezember 1952 erschien im Kauka-Verlag das erste Heft des Jugendmagazins "Colombo", in dem man die ersten Zeichnungen von Dorul van der Heide bewundern konnte (wenig später der erste Zeichner von Fix und Foxi) und in dem bereits die frühe Comicfigur Dagobert auftauchte. Mehr Details zu den Kauka-Publikationen der Jahre 1947-52 finden sich im Artikel Verlegerisches Frühwerk.

Comics oder Trickfilm?

Als Anfang der 1950er Jahre die ersten US-amerikanischen Comics den westdeutschen Markt eroberten, ergriff Rolf Kauka die Chance einer deutschen Eigenproduktion. Inspiriert von deutschen Märchen-, Fabel- und Volkserzählungen begann er, seine eigenen Comicfiguren zu entwickeln. Da er nicht genug Geld aufbringen konnte, um den Druck und Vertrieb eines Comicmagazins allein zu stemmen, setzte er auf die Zusammenarbeit mit dem Rastatter Erich Pabel Verlag. Rolf Kauka lieferte als Service-Unternehmen ein fix und fertiges Heft zum Druck, das heißt, er lieferte die Druckunterlagen, an dessen Artwork er die alleinigen Rechte besaß, während Pabel das Heft druckte und vertrieb.

Das erste Heft erschien im Mai 1953 unter dem Titel Till Eulenspiegel. In einer Kurzgeschichte in Heft 6 der Reihe erschienen zum ersten Mal Fix und Foxi, die bald zu Publikumslieblingen avancierten. Nachdem ab Heft 10 mehrere Ausgaben auf der Titelseite groß auf die Füchse hingewiesen hatten, wurde die Reihe ab Nr. 29 endgültig in Fix und Foxi umbenannt.

In der Anfangszeit beschränkte sich Kauka nicht nur auf die Produktion von Comicheften, sondern versuchte auch als Filmproduzent Fuß zu fassen. Im Auftrag von BMW schuf die Kauka Film-Produktion 1955 den Werbe-Zeichentrickfilm über die legendäre Isetta, der von Walter Neugebauer und seinem Team teils in Zagreb, teils in München realisiert wurde. Anschließend arbeitete man an Zeichentrickkurzfilmen mit Münchhausen und Fix und Foxi, die anscheinend allesamt Fragmente geblieben oder zumindest nur als solche erhalten sind. 1958/1959 gab es auch Ambitionen zu einer Kauka-Puppentrick-Produktion, zu deren Mitbegründern unter anderem Werner Hierl zählte. Die Pläne, diesmal Pauli zum Filmstar zu machen, verliefen jedoch im Sande.

Auf dem Höhepunkt

"Unser" Rolf

Währenddessen entwickelte sich das Fix und Foxi-Magazin zum größten deutschen Comic-Erfolg. Zu seinen besten Zeiten - 1965 wurde das Heft kurzzeitig stolz als "Die größte deutsche Jugendzeitschrift" angepriesen - soll es mit einer Auflage von bis zu 400 000 Exemplaren pro Woche erschienen sein. Angebliches Gesamtvolumen laut Rolf Kauka Comics: international über 750 Millionen verkaufte Hefte. Die Heftreihe lief ohne Unterbrechung bis ins Jahr 1994 und brachte es bis dahin auf stolze 2.018 Ausgaben.

Neben dem wöchentlichen Heft gab es, vor allem von Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre, auch diverse Nebenprodukte in Form von Heften, Taschenbüchern, Paperbacks, Alben, etc. Als besonders langlebig neben der Hauptpublikation erwiesen sich das Fix und Foxi Sonderheft (1959-94, Hauptausgaben "Ostern", "Sommer", "Ferien", "Weihnachten") und das Taschenbuch Fix und Foxi Extra (1969-86) - siehe Publikationen. Ein weiteres Erfolgsprodukt von Rolf Kauka ist das 1967 aus der Taufe gehobene Vorschulmagazin Bussi Bär, das in zehn Sprachen erscheint und zeitweise allein in Deutschland eine monatliche Auflage von bis zu 300.000 Exemplaren erreicht haben soll (mittlerweile unter 40.000, Stand 2016).

Verlagstechnisch verließ sich Rolf Kauka nicht nur auf die fruchtbare Symbiose mit Pabel, sondern brachte immer wieder auch Publikationen mit anderen Partnern auf den Weg. Im Sommer 1966 beendete er seine Zusammenarbeit mit Pabel und bis September 1979 wurden seine Publikationen bei der Schweizer Gevacur AG verlegt.

Über die Jahre hatte Kauka für sein Heft eine bunte Riege der verschiedensten Zeichner und Illustratoren engagiert, von denen vor allem Dorul van der Heide, Walter Neugebauer und Massimo Fecchi den Füchsen in deren diversen Phasen ihren zeichnerischen Stempel aufdrücken konnten. Neben einigen Zeichnern aus deutschen Landen stammten die meisten aus dem ehemaligen Jugoslawien (ab 1955), Italien (ab Mitte der 60er) und Spanien (ab 1969).

Insgesamt wurden unter Rolf Kaukas Leitung im Laufe seines Lebens über 80 verschiedene Comic-Charaktere geschaffen. Nach frühen, heute weitestgehend vergessenen Serienhelden wie Till Eulenspiegel, Münchhausen, Tips und Taps oder Peter und Jasmin sind Pauli, Hops und Stops, Tom und Biber, Mischa, Fridolin, Diabolino, Die Pichelsteiner und Die 7 Schnuckel die neben Fix und Foxi bekanntesten Figuren. Die letzte noch von Kauka persönlich in Auftrag gegebene Serie war die speziell fürs Fernsehen entwickelte Familie Peppercorn.

Neben den Comics aus der Eigenproduktion wurden in Kaukas Publikationen auch etliche Comics aus anderen Ländern, vor allem Frankreich und Belgien, erstmals unter Lizenz im deutschen Sprachraum veröffentlicht und bekannt gemacht. Zu besonders vielen Kauka-Veröffentlichungen brachten es Boule et Bill (als Schnieff und Schnuff), Bobo (Bobo), Les Schtroumpfs (Die Schlümpfe), Spirou et Fantasio (Pit und Pikkolo), Lucky Luke (Lucky Luke, vor allem in den Nebenpublikationen), Barbe-Noire (Schwarzbart), Gaston Lagaffe (Jo-Jo), Johan et Pirlouit (Prinz Edelhart), Sophie (Die lustige Lilli), Sammy (Sammy & Jack) und L'agent 212 (Bully Bouillon).

Für den späteren Bestseller Asterix entzogen dessen Urheber René Goscinny und Albert Uderzo Kauka verärgert die Lizenz, nachdem dieser mit Peter Wiechmann die Vorlagen nach eigenem Gusto textlich verändert und aus dem Gallier den unbesiegbaren Germanen Siggi gemacht hatte. Während bei der Übersetzung von Comics solche eigenmächtigen Verfremdungen und Eindeutschungen damals durchaus gang und gäbe waren, erhitzen sich die Gemüter heute vor allem an den dumpf antikommunistischen und rechtskonservativen Stammtischsprüchen, die die Geschichten durchzogen. Ähnlich problematisch (bzw. interessant, je nach Sichtweise) war die Übersetzung der Pit und Pikkolo-Geschichte "QRN ruft Bretzelburg".

"The Long Goodbye"

Rolf-Kauka.jpg

In den 70er Jahren wagte Kauka einen neuen Anlauf als Filmproduzent: 1972 kam der Realfilm "Versuchung im Sommerwind" (mit Helmut Käutner als Hauptdarsteller) in die deutschen Kinos und 1973 folgte der in den Mailänder Gamma Studios entstandene Zeichentrickfilm "Maria d'Oro und Bello Blue" (eine lose Adaption von "Goldmarie und Pechmarie" aka "Frau Holle"), der in den Kinos von dem FF-Vorfilm "Sinfonie in Müll" begleitet wurde. Der erhoffte große kommerzielle Erfolg blieb jedoch aus.

Im Juli 1973 verkaufte Kauka seinen Verlag an die englischen Verleger IPC (International Publishing Corporation) und die niederländische Verlagsgruppe VNU (Verenigde Nederlandse Uitgeversbedrijven), wobei er sich aber ein Mitspracherecht vorbehielt. 1975 gründete er in München die "Kauka Comic Akademie", um sich der Aus- und Weiterbildung von Autoren und Illustratoren zu widmen. Im selben Jahr heiratete er seine vierte Ehefrau Alexandra Kauka.

Ende 1975 beteiligte er sich zu 50% am Koralle Zeitschriften Verlag der Axel Springer Verlag AG, für die er mit Hilfe Peter Wiechmanns das kriselnde Comic-Magazin ZACK reformieren sollte. Nach Verschlimmerung der Krise warf er Mitte 1976 das Handtuch und zog sich aus dem aktiven Verlagsleben zurück.

Was Fix und Foxi betrifft, löste sich das britisch-holländische Verlagskonsortium 1979 auf und Kauka kaufte den Verlag zurück. Die Lizenz für die Veröffentlichungsrechte ging an die Bauer Verlagsgruppe unter Führung von Tochtergesellschaft Pabel-Moewig (ab 1989 VPM) über.

1982 zog sich Rolf Kauka aus Gesundheitsgründen auf die Chinquapin Plantage in Thomasville im US-Bundesstaat Georgia zurück, wo er mit der Promedia, Inc. eine Verwaltungsgesellschaft für seine Comics gründete. In diese Zeit fällt auch die Veröffentlichung seiner beiden obskuren Romane "Roter Samstag oder Der dritte Weltkrieg findet nicht statt" (1980) und "Luzifer: Roman einer Seelenwanderung" (1988).

Comeback

Mitte 1994 stellte VPM Fix und Foxi von wöchentlicher auf monatliche Erscheinungsweise um und marginalisierte den ohnehin stark reduzierten Comicanteil. Offenbar wollte der Verlag die damalige Auflagenkrise vor allem mit einem stark ausgebauten redaktionellen Anteil mit vielen popkulturellen Elementen überwinden. Rolf Kauka entzog dem Verlag daraufhin die Rechte und ließ das Comic-Heft einstellen. Damit kam auch die Produktion von Kauka-Comics erstmals völlig zum Erliegen.

In seinen letzten Lebensjahren widmete sich Kauka der Umsetzung von Fix und Foxi in eine Zeichentrickserie, die erstmals im Februar 2000 im Fernsehen lief, zunächst in der ARD, später im KiKa. Zusammen mit seiner Frau Alexandra Kauka und der Ravensburger AG entwickelte er zudem das "Fix & Foxi Abenteuerland" im Ravensburger Spieleland, das im Frühjahr 2000 eröffnet wurde. Die Promedia, Inc. leitete er bis Ende 1999 selbst und übergab dann die Geschäftsführung an Alexandra Kauka.

In Sachen Comics scheiterte die Wiedereinführung eines neuen FF-Heftes im Jahre 2000 beim Ehapa-Verlag sowohl qualitativ als auch verkaufstechnisch nach nur drei Ausgaben. Nicht viel besser war es zuvor der Albenreihe Rolf Kauka Classics (1997-99) ergangen. Am 13. September 2000 verstarb Rolf Kauka 83-jährig auf seiner Plantage in Georgia.

Entwicklung nach dem Tode Kaukas

siehe


Familie

Ehefrauen:

  • Erika Bahre 6/1943 - 1960? (geschieden)
  • Gisela Reimers 6/1960 - ? (geschieden)
  • Dorothea Gräfin Stillfried und Rattonitz 17.10.1971 - 22.04.1975 (ihr Tod)
  • Alexandra Stahl Ende 1975 - 13.09.2000 (Rolf Kaukas Tod)

Kinder aus erster Ehe:

  • Mascha (*1945)
  • Gabriele
  • Irene

Kinder aus zweiter Ehe:

  • Michael (*um 1960; † 2007)
  • Alexandra


Ehrungen

  • 1998: Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 2007: PENG!-Preis für das Lebenswerk (Comicfestival München)


Zeittafel

  • (1953) Till Eulenspiegel 1: Debut von Till Eulenspiegel, Dagobert (Die beiden langlebigsten Kauka-Figuren der Frühzeit erschienen letztmals in FF 95 als "Till und Dagobert".)
  • (1953) Eulenspiegel 5: Reineke Fuchs und Vetter Isegrim geben einen Vorgeschmack auf das, was folgt.
  • (1953) Eulenspiegel 6: Debüt von Fix und Foxi und Lupo (der anfangs noch Lubo heißt, erst ab Band 29 Lupo)
  • (1954) Eulenspiegel 18: Debüt des kurzlebigen Niki und des langlebigen Pauli, der als Nebenfigur in derselben Geschichte auftritt.
  • (1954) FF 23: Debüt von Hops und Stops
  • (1955) FF 29: Eulenspiegel wird endgültig in Fix und Foxi umbenannt; gleichzeitig bekommen FF (und speziell Lupo) ein Facelifting.
  • (1955) FF 32: Debüt von Knox
  • (1955) Kunterbunt 2/1955: Peter und Jasmin (hielten sich mehr als drei Jahre und über sechzig Geschichten lang in Kunterbunt und FF; letzter Auftritt: FF 133)
  • (1956) In Eulenspiegels Kunterbunt 8/1956 dominieren Fix und Foxi sowie Hops und Stops den Inhalt.
  • (1957) FF 60: Schon früh hinterließen frankobelgische Comics ihre Spuren bei Kauka. Die auf dem Cover zu sehende Mondrakete von Tim und Struppi konnte man auch innerhalb des Heftes bewundern.
  • (1957) FF 75: Lupos Großmutter, eine waschechte Hexe, tritt auf. Wie das Titelbild zeigt, handelt es sich dabei (noch) nicht um Eusebia.
  • (1957) FF 93: Es folgt Fix und Foxis Tante Emma, von der man ebenfalls nichts mehr gehört hat. Doch dann:
  • (1957) FF 96: Debüt von Eusebia, die hier noch namenlos ist. Ihren Namen erfahren die Leser erst sehr viel später, nämlich in FF 186 (in einer Werbung für das Lupo-Sonderheft) und FF 189 (im Comic)
  • (1957) FF 98: Debüt von Tom und Biberherz
  • (1957) FF 106: Debüt von Opa Nikodemus
  • (1958) FF 124-139/141: Mit der Fortsetzungsgeschichte "Die Pauli-Familie" ist die Wandlung Paulis von der Fix und Foxi-Nebenfigur zum Solostar perfekt. Kurioserweise trat er aber noch bis Anfang 1962 (FF 319) immer mal wieder zusammen mit FF-Charakteren auf. Jahre später, in einer Weihnachtsgeschichte von 1990, besuchen ihn FF noch einmal in Maulwurfshausen; vorher gab's u.a. ein Cameo in der Fuxholzen-Geschichte (FF 42/1979).
  • (1958) FF 133: Debüt von Paulis Mutter Paula, erstmals ist auch der Name Maulwurfshausen zu lesen.
  • (1958) FF 134: Debüt von Paulinchen
  • (1958) FF 138: Debüt von Paulis Vater Eduard Baumeister
  • (1959) FF 170: Lupos Vetter Eusebius
  • (1959) FF 177: Lupinchen (Ankündigung)
  • (1959) FF 178: Debüt von Lupinchen im Comic
  • (1959) Lupo Sonderheft: das erste FF Sonderheft überhaupt, gefolgt vom Weihnachtsheft desselben Jahres. Die Sonderhefte erschienen bis Mitte 1965 nur sporadisch.
  • (1959/60) FF 189-212: Erster Bastelbogen aus Papier (Fix und Foxi-Stadt)
  • (1960) FF 216: Debüt von Schmutzfuß
  • (1960) FF mit Schallplatte 1: Erstes FF-Hörspiel auf Flexidisk ("Das Geburtstagsständchen").
  • (1960) FF 227: Debüt von Mausi (als Tommy; erste Pauli-Geschichte von Kara - und nur das zählt bekanntlich)
  • (1960) FF 229: Eigentliche Einführung der berühmt-berüchtigten Kauka-Vorworte, da sie von nun an mit "Euer Rolf" beendet werden (vorher: "Euer Fix"). Zu diesem Zeitpunkt sind die Vorworte noch mit "Hallo, hallo" betitelt; ab Band 250 wird daraus das bekanntere "Liebe Freunde".
  • (1960) FF 230: Herr und Frau Wühlmaus (Mausis Eltern)
  • (1960) FF 234: Debüt von Mimi (hier noch namenlos, ab FF 239 dann zunächst als Mimmi)
  • (1960) FF 239: Egon Dachs (Vorläufer von Egon)
  • (1960) FF mit Schallplatte 4: Die Mühle kann als Prototyp für Lupos Turm gesehen werden, muß aber nicht.
  • (1960) FF 250: Einführung des bekannten FF-Logos, das sich im Laufe der Jahre nur geringfügig ändern sollte (zum Vergleich das frühere Logo). Erste frankobelgische Lizenzserie Pitt Pistol (bis FF 281; FF 282-531 enthalten wieder ausschließlich Kauka-Material).
  • (1961) FF 285 (nur Cover): Lupos Turm
  • (1961) FF 289: Debüt von Susi (Mausis Freundin)
  • (1961) FF 291: Debüt von Mischa, Connie, Professor Turbino (Zeichnungen: Becker-Kasch 291-93 / Neugebauer ab 294)
  • (1961) FF 299: Debüt von Fridolin, Onkel Knurrig
  • (1961) FF 303: Debüt von Fax, Haus von Fix und Foxi
  • (1961) FF 304: Häuser von Eusebia, Knox, Stops, Hops. Lupos Turm erstmals im Comic. Eusebias und speziell Knoxens Haus werden sich später noch ändern.
  • (1964) FF 422: Debüt von Daggi, Napoleon (beim 1978er Comeback der Serie hieß letzterer Pieps)
  • (1964) FF 434: Debüt von Diabolino (ab hier auf der Rückseite)
  • (1964) FF 447: Debüt von Stips, Staps und Stups und ihrem Tantchen
  • (1964) Junior 0: einzige Ausgabe
  • (1964) Die flippiger werdenden FF-Cover scheinen Vorboten von etwas Neuem zu sein:
  • (1964) Lupo 1/1964: Wichtiger Einschnitt in der Kauka-Historie. Die Reihe nennt sich alsbald Lupo modern, dann Tip Top und wird 1967 durch die lupolosen FF Super Tip Top ersetzt.
  • (1964) Lupo 2/1964: Dreieinhalb Jahre nach dem Pitt Pistol-Experiment treten die Frankobelgier, beginnend mit einer unscheinbaren Schnieff und Schnuff-Seite, ihren Siegeszug bei Kauka an.
  • (1964) Lupo 3/1964: Das Cover stellt die Neuzugänge Pit und Pikkolo heraus, samt "Piefke" und Kokomiko.
  • (1965) FF Ferien 1965 - FF Ferien 1982: Regelmäßiges Erscheinen der drei Sonderhefte FF Ostern/Frühling, FF Ferien und FF Weihnachten/Winter, sowie (ab 1970) FF Sommer.
  • (1965) FF Weihnachten 1965: Debüt von Egon
  • (1965) FF 523: Fridolins Neffe Dixi hat einen einmaligen Auftritt.
  • (1966) FF 532: Pit und Pikkolo sind nach Pitt Pistol die zweiten Frankobelgier im FF (Fortsetzung von "Abenteuer in Chiquito" aus Lupo modern)
  • (1966) Lupo modern 18/1966: Pichelsteiner (Vorschau/Einführung) von Rinaldi
  • (1966) Lupo modern 19/1966: Debüt der Pichelsteiner im Comic
  • (1966) FF 542: Start der FF-Minis (mit Pummel aka Pony)
  • (1966) FF 551: Heft erscheint jetzt bei Gevacur (vorher Pabel) und hat für eine Weile Glücksklee auf dem Cover.
  • (1967) Tip Top 79: Debüt von Fritze Blitz und Dunnerkiel (ab dem dritten Abenteuer in Siggi und Babarras umgetauft und mit der italienischen Serie Tribunzio vermengt). Furor Teutonicus aka Die Teutonen (ab Primo 4/1974) kann man als Fortführung der Serie ansehen.
  • (1967) FF 607: Schnieff und Schnuff übernehmen für elf Jahre die Rückseite, mit gelegentlichen Ausnahmen vor allem in der Anfangszeit, aber auch hie und da in den 70ern (Schlümpfe!)
  • (1967) Bussi Bär 11/1967: Debüt von Bussi Bär und Bello
  • (1968) FF Ostern 1968: Debüt von Mecki
  • (1968) FF 21/1968 - 8/1969: Tramp-Reihe (illustrierte Texte, u.a. Range Rider von Don Lawrence)
  • (1968) FF 46/1968: Debüt von Paulis Tante Genoveva
  • (1969) Mit dem Taschenbuch FF Extra 1 startet die neben dem regulären FF erfolgreichste Kauka-Publikation, die auch die zweitbeständigste ist (Anfang 1969 bis Ende 1986).
  • (1971) FF 40/1971: Debüt von Paulis Hund Beppo
  • (1971) FF Jahrbuch 1972: Erstmalig gibt es bei Kauka Serien aus Tintin. Danach erst wieder ab 1976 mit Tim höchstselbst (Debüt in FF 38/1976).
  • (1972) Primo 11/1972: Mischa-Comeback von Berck unter anonymer Mitwirkung von u.a. Cauvin, Bollen, De Gieter und Francis.
  • (1972) Pepito 25/1972: Debüt der schlumpfigen Sieben Schnuckel.
  • (1972) Primo 15/1972: Debüt von Mischas Maus Kiki (war allerdings schon auf dem Cover von Band 12 zu sehen).
  • (1972) Primo 20/1972: Debüt von Professor Freiherr Wernbert von Bräunli
  • (1974) FF Ferien 1974: Vorerst letzter Diabolino (bis 1979/80).
  • (1975) FF 2/1975: Letztmals Mischa im FF; eine weitere Berck-Geschichte erschien noch in FF Extra 30. Debüt von Paulis Opa.
  • (1975) FF 19/1975: Die Comics enden nun nicht mehr, sondern enten. Zunächst mit Ente Quaack (vermutlich von Theodorou), dann kurzzeitig mit Rinaldis Kwak-Kwak (FF 4-10/1976). Letzterer war ebenfalls Held kurzer Film-Persiflagen im redaktionellen Teil.
  • (1975) FF 23/1975: Massimo Fecchi ändert ziemlich radikal seinen Stil und mausert sich von hier an zum stilprägenden Zeichner des Heftes.
  • (1975) FF 25/1975: Vorerst letzte neue Tom und Biber-Geschichte im FF. Ab FF 2/1980 Comeback mit Nachdrucken nebst einer schlecht gezeichneten neuen Geschichte in FF 38/1982 sowie Tom Dooley in Gold Comic.
  • (1975) FF 38/1975: In den Eröffnungsgeschichten schwirrt ab hier Dixie herum, eine Kreation von Redakteur Gerd Seidel. Nach einigen Solo-Einseitern flog er Mitte des 24. Jahrgangs (1976) wieder aus dem Heft. Kwak-Kwak ebenso.
  • (1975) Frankobelgomania von FF 39/1975 bis FF 44/1977: Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind in dieser Phase die Hefte comicmäßig nach folgendem Schema aufgebaut: Kauka-Eröffnungsgeschichte (FF), drei bis fünf frankobelgische Serien im Mittelteil und auf der Rückseite, Kauka-Schlußgeschichte (Pauli). Die Beschränkung auf nur zwei Kauka-Stories pro Heft führte vom 24. bis 26. Jahrgang zu einer stärkeren Integration von Hops und Stops in die FF-Geschichten.
  • (1975) FF 45/1975: Debüt von Archimedes
  • (1975) FF 46/1975: Das allerletzte Kauka-Vorwort dreht sich um die Aktion Basteln und Schenken. Ansonsten beginnt es, wie es sich gehört, mit "Liebe Freunde" und endet mit "Euer Rolf". Der Bürgermeister der noch namenlosen FF-Stadt debütiert.
  • (1976) FF 11/1976: Ab hier beendet das nicht totzukriegende Stoppschild-Design die Geschichten.
  • (1976) FF 38/1976: Heft nun vollständig in Farbe, den illustren Neuzugängen Tim und Struppi sei Dank.
  • (1976) FF 50/1976: Erster Comic von Josep Marti im FF.
  • (1977) FF 31/1977: Debüt von Onkel Hobo
  • (1977) FF 41/1977: Anläßlich der Aktion Superschatz geben Fix und Foxi auf Seite 3 den legendären Satz "Nächsten Freitag ist Freutag" von sich. Die endgültige Version ist der wohl beste aller FF-Werbesprüche und landet bei den ersten drei Heften des 26. Jahrgangs (1978) und dann endgültig von FF 50/1978 bis FF 49/1979 für ein Jahr auf der Rückseite: "Freitag ist Freutag, ist Fix und Foxi-Tag!"
  • (1978/79) Magere Zeiten: Innerhalb der zwei Jahre zwischen November 1977 (letztmaliges Erscheinen von FF Jahrbuch, FF Spass und Super Spass) und Januar 1980 (erstes Rolf Kauka Gold Comic Buch) erschienen fuchsmäßig lediglich das reguläre FF (samt Sonderheften für Ostern, Sommer, Ferien und Weihnachten) sowie das Taschenbuch FF Extra.
  • (1978) FF 1/1978: Erster Comic von "Vielzeichner" Sandro Costa im FF.
  • (1978) FF 17/1978: Lupo übernimmt die Rückseite von Schnieff und Schnuff; das Ende von "Flug 714 nach Sydney" in diesem Heft ist auch das vorläufige Ende der frankobelgischen Lizenzserien im FF.
  • (1978) FF 19/1978: Die Frankobelgier hinterlassen eine Lücke, die gefüllt werden will, und so beginnt die Zeit der Nachdrucke im FF: Fridolin (Heft 19; davor zuletzt in FF 531), Hops und Stops (Heft 20), Diabolino (Heft 21), in den folgenden Jahren auch FF-Familie, Pauli, Tom und Biber.
  • (1978) FF 28/1978: Mit dem Fix und Foxi-Dampfer beginnt die Ära der Bastelkartons.
  • (1978) FF 40/1978: Erstmals Fix und Foxi-Clubzeitung
  • (1978) FF 42/1978: Erster Comic von Luciano Gatto im FF.
  • (1978) FF 52/1978: Erste neue Fridolin-Geschichte, von Kara persönlich gezeichnet; mit dem nächsten Heft übernimmt Angel Nadal die Serie, die bis zum Zeichnerwechsel Anfang 1981 ein Highlight des Hefts darstellt.
  • (1979) FF Extra 47: Oma Pfiffig ist die vorerst letzte Vertreterin der Frankobelgier bei Kauka.
  • (1979) FF 13/1979: Debüt von Lupos Fiat (anläßlich der FF-Verkehrsaktion)
  • (1979) FF Ostern 1979: Erster neuer Diabolino.
  • (1979) FF 39/1979: Das Heft mit den meisten Fortsetzungsgeschichten in einer Nummer, drei an der Zahl.
  • (1979) FF 42/1979: Die Heimatstadt von FF heißt ab hier offiziell Fuxholzen, nachdem vorher ein Leserwettbewerb zur Namensfindung stattgefunden hatte. (In FF 304 und anderswo lebte man noch in Grünwald, in FF 584 hieß die Stadt Fuchsenhausen und in FF Ostern 1977 Grünzeughausen.)
  • (1979) FF 48/1979: Heft erscheint wieder bei Pabel (später: VPM = Verlagsunion Pabel/Moewig).
  • (1980) FF 1/1980: Die Zauberbox von Meister Knox, die es in diesem Heft zum ersten Mal gibt, wird zum Dauerbrenner.
  • (1980) FF 30/1980: Das Fuxholzner Wochenblatt ersetzt die Fix und Foxi-Clubzeitung.
  • (1980) FF 48/1980: Diabolino hat ein Cameo auf der Lupo-Rückseite.
  • (1980) Lupo (Super Comicspaß) 4: enthält die von Italo-Disney-Legende Romano Scarpa gezeichnete Lupo-Story "Hosenträger gefällig".
  • (1981) Zaghafte Rückkehr der Frankobelgier mit Boni und Babusch in FF 24/1981 sowie Boogie und Woogie und Ritter Rüdiger in LusF 12/1981 (nicht zu vergessen Cubitus im Pabel'schen Rate mal).
  • (1981) FF 40/1981: FF bekommen rote Ohren. Der Grund dafür ist eines der ungelösten Rätsel der Comicgeschichte. (Der Wahn geht so weit, daß bei sich in diesem Heft befindender Werbung für das Sonderheft Zaubern sowie ältere FFs des Jahres auf deren Covern die Ohren nachträglich gerötet wurden.)
  • (1983) Kurios: Auf sämtlichen vierzehn Covern von FF 16-29/1983 agieren die zugkräftigen Schlümpfe mit der FF-Familie. Im weiteren Verlauf des Jahrgangs wurden erstmals auffällig viele Covergags recycelt (Beispiel: 1969 vs. 1983). Weiterhin interessant: statt Operation Glückspilz (1968) gab's nun eine Aktion Glückspilz.
  • (1984) ab FF 2/1984: Das Heft präsentiert sich nun deutlich "moderner", in den Comics geht es ab hier häufiger um Monster, Mumien, Mutationen statt um Zwischenmenschliches. Was die Covermotive betrifft, gab es seit den frühen 60er Jahren tatsächlich keinen ähnlich auffälligen Stilbruch mehr: Fecchi und Murek übernehmen die Titelbildgestaltung vom ausscheidenden Julino, der bis zu Heft 12 immerhin noch mit Lupo-Cartoons vertreten ist.
  • (1984) FF Extra 88: Erstaunlich späte Rückkehr der Frankobelgier ins FF Extra (Anatol; davor zuletzt Oma Pfiffig, Anfang 1979 in FF Extra 47)
  • (1984) FF 42/1984: Letzter Auftritt von Schnieff und Schnuff. Mit Ausnahme des Jahres 1981 waren sie bei Kauka von 1964-84 immer als Maskottchen präsent (1979/80 mit den beiden Todos-Alben).
  • (1984) FF 48/1984: Der Adventskalender Schloß Lichtenstein beendet die große Zeit der Bastelbögen im FF (1978/79, 1981-84).
  • (1984) FF 49/1984: Das Heft hat nun 64 Seiten (bis einschließlich FF 30/1985) und präsentiert zwei neue Serien (Ivor, Nahomi) sowie eine neue alte (Bobo). Außerdem werden ab diesem Heft die Bastelbeilagen endgültig von Starpostern und Stickern verdrängt (hier: Prince-Poster), wenn auch nie ganz aufgegeben. Beginn der "Bravoisierung".
  • (1985) FF 9/1985: Bully Bouillon tritt in Erscheinung. In den 90ern war er neben Schwarzbart und Old Nick, die Ende 1989 für zwei Jahre aus der Gruft geholt wurden, sowie Bobo in FF Sonderausgabe 6 der einzige noch verbliebene Frankobelgier in den Kauka-Publikationen von VPM.
  • (1985) FF 10/1985: Das frankobelgierlastigste Heft der gesamten 80er und 90er Jahre enthielt auf 30 von 64 Seiten Bobo, Sammy und Jack, zweimal Bully Bouillon sowie Ivor.
  • (1986) FF Extra 104: Das Ende der zweiterfolgreichsten Kauka-Reihe; die in diesem Taschenbuch angekündigte Nr.105 sollte nicht mehr erscheinen.
  • (1986-2010) wird fortgesetzt


Literatur


Das Kauka-Schloss in Grünwald, Sitz des Verlags von den 1950er Jahren bis 1975. Die Adresse, Gabriel-von-Seidl-Straße 41, taucht letztmalig im Impressum von FF 38/1975 auf. (Foto: Berislav Fabek)
Ostern 1959 in Grünwald, v.l.n.r: Branko Karabajić, Gabriele Kauka, Rolf Kauka, Irene „Ene“ Kauka, Walter Neugebauer, Dr. Erika Kauka (Rolfs erste Gattin), Marlies „Mascha“ Kauka, Kauka-Haushälterin Rosario und Vlado Magdić (Foto: Berislav Fabek).