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Die Vorworte von Rolf Kauka

Erstes "Vorwort" von Rolf Kauka in FF 170
Erstes Vorwort von Rolf Kauka in FF 302 mit politischem Inhalt

Selten hat sich ein Verlag so intensiv mit seinen kleinen Lesern auseinandergesetzt, wie Rolf Kauka dies in seinen Fix-und-Foxi-Heften zwischen 1959 bis 1975 tat. Zwar gab es schon vorher vereinzelt Artikel, jedoch bedeutete das Vorwort in Heft 302 (3.10.1961) einen Wendepunkt. Damit erhielt nun auch die Politik Einzug ins Heft und die Leserbriefspalte wurde, zwecks Unterstützung der Artikel, ausgebaut. In den rund 15 Jahren verfasste Rolf Kauka - oder auch die Redaktion in seinem Namen - über 700 Artikel, das Jugendmagazin LUPO MODERN/TIPTOP und die FF-Sonderhefte mit eingeschlossen. Immer endeten die Beiträge mit „Euer Rolf“.

Der Themenbereich war enorm. Allerdings setzten sich Zweidrittel aller Artikel mit Form und Inhalt des Fix-und-Foxi-Magazines auseinander. Hauptanliegen der übrigen Vorworte waren Denkanstöße zu „richtigem“ Verhalten, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und wichtige Tipps zur Lebenshilfe zu geben. Rolf Kauka wollte hier das Bild eines wahren Kinderfreundes vermitteln. Ein Idealist, der alle Kräfte darauf konzentrierte, ein Vorbild zu sein. Viele Artikel sollten den Anschein erwecken, dass es den Kindern aus dem Herzen gesprochen war und ihnen das Gefühl geben, ernst genommen zu werden.

Rolf Kauka verfasste seine Vorworte nicht mit erhobenen Zeigefinder, sondern als gut gemeinter Rat des „großen Bruders“. Die Formulierungen und geschickten Umschreibungen, die Rolf benutzte, um schließlich zum Kernpunkt seiner Aussage zu kommen, sind heute noch lesenswert und interessant. Je nach Art des Kommentars unterstrich er, den (meistens) auf Seite 2 wohlplatzierten Artikel, mit einem passenden Portrait-Foto. Ein lachender Rolf, wenn er einen Spaß machte oder ein nachdenklicher bei allgemeinen Problemen und Lebenshilfen und ein ernster Rolf bei Belehrungen und Warnungen.

Zeitgleich zum ersten Artikel führte er die Leserbriefspalte ein, um den Dialog zu fördern. Der Leser erfuhr nun, wie andere dachten und sah sich in der Verbundenheit als Mitglied in der großen Fix-und-Foxi-Familie.

Bis 1965 setzten sich die Leserbriefe neben Themen privater Probleme der jungen Leserschaft, wie Taschengeld, Lesen im Bett, Kino, Hausaufgaben, Schule und Jazz, mit den Artikeln an sich und deren oft politischen Inhalten auseinander.