Erik Vandemeulebroucke

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Erik Vandemeulebroucke (* 4.10.1942) ist ein nicht mehr aktiver flämischer Comiczeichner.

Jim Lont von Erik

Der Sohn eines in Flandern bekannten Bildhauers signierte seine Comics mit seinem Vornamen, während sein oftmals für die Szenarien verantwortlicher Bruder Ignaas sich den Künstlernamen Ivan zulegte. 1960 konnten die beiden ihren ersten Comic, "Smokkelaars of Belevenissen van Tist Knuppels en Cesar", im Kirchenblatt Kerkelijk Leven unterbringen. 1965 kreierten sie ihre bekannteste Serie Jim Lont, Geheimagent 0,02, die zeichnerisch von Tillieux, Peyo & Co beeinflusst war. Die Abenteuer des Titelhelden erschienen in der Gazet van Antwerpen und wurden in Belgien von 1966 bis 1969 auch in insgesamt 12 Alben veröffentlicht: den ersten Band von De avonturen van Jim Lont gab Hacha heraus, die restlichen erschienen bei De Vlijt (Verlag der Antwerpener Gazette). Neben Jim Lont zeichnete Vandemeulebroucke auch weitere Serien für andere Zeitungen. Ab ca. 1970 war er auch für das Studio von Karel Verschuere und Edward De Rop tätig, über das er für Pabel einige kurze Episoden mit Schnuffi, dem Hund von Tom Berry, umsetzte.

Von 1971 bis 1974 zeichnete er für Kauka. Er begann mit den Pichelsteinern und war insgesamt der zweitproduktivste Zeichner dieser Serie, auch wenn in den Primo-Impressen sämtliche Geschichten Rinaldi zugeschrieben wurden. Ab Ende 1971 tauchte er mit Tom und Biber auch in Fix und Foxi auf, für das er ab Mitte 1972 schließlich auch etliche Comics mit den Füchsen zeichnete. Um sein wachsendes Soll für Kauka erfüllen zu können, gründete Vandemeulebroucke 1973 sein eigenes Studio in Berchem, bestehend aus Hugo de Sterk, Stan Sluydts und André Donders (was eine gewisse Unregelmäßigkeit in den Zeichnungen erklärt). Das letzte noch unveröffentlichte FF-Material des Zeichners erschien 1975-77 in der Resteverwertungsreihe Fix und Foxi Riesen Comic.

Entmutigt vom schlechten Preis-/Leistungsverhältnis in seiner Branche wandte sich Vandemeulebroucke schließlich von den Comics ab und gründete 1977 eine heute unter dem Namen Breughel International firmierende Siebdruckerei mit Sitz im Antwerpener Distrikt Wilrijk. 1996 kam im Verlag Bonte ein dreizehntes Jim Lont-Album heraus.

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