Lupo

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Lupo ist der eigentliche Star der FF-Comics. Er ist dreist, faul und verfressen, ein opportunistischer Schlawiner und Lebenskünstler. Gerade deshalb rangiert er seit jeher an der Spitze der Beliebtheitsskala bei jungen und alten FF-Lesern, und das noch vor Fix und Foxi, die Lupo gegenüber doch eher ziemlich brav und bieder wirken.

Lupo ist eine Kauka-Figur der ersten Stunde. Wie Fix und Foxi entwickelte er sich aus der Tierfabel um Reineke Fuchs und Vetter Isegrim. Während die Fuchszwillinge Fix und Foxi Reineke Fuchs ablösten, wurde aus dem Wolf Isegrim (Eulenspiegel 5) der grimmige Lubo (Eulenspiegel 6), der etwas später dann in Lupo (FF 29) umgetauft wurde. Die endgültige Namensgebung ging einher mit einer visuellen Neugestaltung der Figur:

Im Zuge der stilistischen Vereinfachung und der Verniedlichung der Kauka-Figuren v.a. durch Walter Neugebauer verlor Lupo ab FF 29 optisch immer mehr von seiner wölfischen Gestalt. Seine Nase wurde allmählich dicker, die Ohren länger und sein Schwanz dünner, so dass Lupo sich immer mehr zu einer reinen Fantasiefigur wandelte. Seine Herleitung vom Wolf ist heute fast nur noch aus seinem Namen ersichtlich.

Auch charakterlich legte Lupo immer mehr von seinen betont bösartigen und misslaunigen Zügen ab. Er emanzipierte sich auch stärker von Fix und Foxi, für die er anfangs oft nur der Gegenspieler war, der am Ende stets den Kürzeren zog.

Als nächste Verwandte bekam Lupo seine zu cholerischen Anfällen neigende Oma Eusebia zur Seite gestellt, deren selbstgebackene Torten Lupo mit besonderer Vorliebe stibitzt und dafür sogar großmütterliche Schläge mit dem Nudelholz in Kauf nimmt. Später kam noch seine freche Kusine Lupinchen hinzu. Lupo war mittlerweile so populär, dass ihm 1959 das allererste FF-Sonderheft gewidmet wurde.

Als im Jahre 1961 alle FF-Figuren in eigene feststehende Behausungen umzogen, fand Lupo sein persönliches Domizil in einem alten baufälligen Turm (FF 304; kurioserweise war der Turm aber schon auf dem Cover von FF 285 zu sehen).

Mitte der 60er Jahre wurde der beliebte Tunichtgut v.a. durch Ludwig Fischer und Florian Julino weiter zur jugendlichen Identifikationsfigur ausgebaut und bekam mit Lupo modern 1964 sein erstes eigenes Magazin. Innerhalb dieser Reihe reiste er in vielen Comic-Episoden zunächst als unfreiwilliger Globetrotter und dann als rasender Reporter umher.

Lupo Model Sheet

Abgang Fischer, Auftritt Fecchi: Mitte der 70er Jahre war es Zeit für eine weitere visuelle Neuorientierung der Figur, die von Massimo Fecchi ausging. Der Italiener fasste ein besonderes Herz für Lupo und gestaltete ab 1978 unzählige stumme Lupo-Onepager, die über viele Jahre ihren prominenten festen Platz auf der Rückseite des wöchentlichen Fix-und-Foxi-Heftes hatten. Dort sah man Lupo, der bis dahin auf diversen motorisierten Zweirädern unterwegs gewesen war, in FF 13/1979 auch erstmals als stolzen Besitzer eines eigenen Autos, welches einem Fiat 500 nicht unähnlich sah, jedoch ein "Schnaufetta" war, wie Lupo einmal bemerkte.

Von 1981 bis 1983 erschien dann alle 14 Tage das Comic-Heft Lupo und seine Freunde. In diesem Spin-Off bekam Lupo mit der Figur Einstein einen eigenen Sidekick zur Seite gestellt, mit dem er anfangs in vielen Comic-Episoden den mysteriösen Schatten jagte, um schließlich Reiseveranstalter zu werden. Zudem erschien von 1980 bis 1985 eine eigene Lupo-Taschenbuch-Reihe. Im Fix und Foxi-Magazin versuchte unser Held später noch, als Möchtegern-Marlowe cool zu sein, hatte seinen Zenit aber bereits überschritten.

Will man einigen älteren Fans Glauben schenken, so hat der im Lauf der Zeit eher zum Tollpatsch mutierte Lupo über die Jahre viel von seinem ursprünglich rebellischen Geist verloren. Dies gilt allerdings nicht für seinen gesunden Appetit.

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