Josep Martí

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Titelbild von Martí
Titelbild von Martí
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Josep Martí Capell (*28.02.1932) - "165 Zentimeter hoch, Brille, Schnäuzer, Kohlengrubenmiteigner, Opernliebhaber, Besitzer eines starken Fernglases und eines Hauses dicht am Meer mit direktem Strandeinblick" (P. Wiechmann) - war einer der spanischen Künstler, die zwischen 1972 und 1974 über die Agentur Bardon Art zu den Kauka-Comics stießen.

Seine früheren Comics aus den 50er und 60er Jahren waren noch allesamt im realistischen Stil gehalten. Für den spanischen Verlag Ferma realisierte er neben verschiedenen Western zwischen 1953 und 1957 mit Szenarist Salvador Dulcet die Serie El Pequeño Grumete um einen Schiffsjungen sowie ab 1956 nach Szenarios von Joan Llarch die SF-Serie El Dueño del Átomo. Anfang der 60er Jahre begann er, über Bardon Art für den ausländischen Markt zu arbeiten. Zwischen 1962 und 1967 zeichnete er Kriegscomics für die Publikationen War Picture Library, War At Sea Picture Library und Battle Picture Library des britischen Verlags Fleetway. Kurzzeitig übernahm er für den Verlag auch die Fußballer-Serie Roy of the Rovers im Magazin Tiger.

In den 70er und 80er Jahren arbeitete Martí, zunächst über Bardon, später über Comicon, rund zehn Jahre für Kauka. Ab Anfang 1974 trat er zunächst mit der Primo-Serie Furor Teutonicus (später: Die Teutonen) in Erscheinung. Von Ende 1976 (FF 50/1976) bis 1984 gehörte er dann der Riege der Fix und Foxi-Zeichner an. Populär waren seine FF-Fortsetzungsgeschichten, darunter der eigenwillige Amerikareise-Zyklus mit Onkel Hobo, der sich chaotisch durch zwei verschiedene Kauka-Publikationen zog und ebenso abrupt endete, wie er begonnen hatte. Außerdem gestaltete der Spanier einige wenige Titelbilder, vor allem für Sammelbände (z.B. die frühen FF Werbe-Super-Sonder-Sammelbände).

In den frühen 80er Jahren riss Martí dann im Auftrag Peter Wiechmanns für die Taschenbuch-Reihe Rolf Kauka Gold Comic Buch mehrere Kauka-Helden wieder aus dem Ruhestand: Er zeichnete mindestens eine neue Episode mit den Pichelsteinern (Gold Comic 8), während Tom Dooley den Versuch einer Neuversion von Tom und Biber darstellte. Zwei Mischa-Kurzgeschichten aus derselben Periode blieben wegen Einstellung der Gold Comics unveröffentlicht (heute zu finden in Die kleine Sprechblase 3). Auch diese Serie wurde generalüberholt und mit Crew-Mitglied Sirius eine neue Figur eingeführt.

Martís Aktivitäten blieben auch außerhalb der Kauka-Comics vielfältig, so zeichnete er zwischen Teutonen und FF auch einen Donald Duck-Einseiter, auf deutsch erschienen in Micky Maus 15/1976. Wesentlich bekannter ist er für die Wiechmann-Serie Ben's Bande, die er von 1977 bis 1982 für Yps gestaltete. In den folgenden Jahren widmete er sich der Comic-Adaption der Kinderbuchserie TKKG für die gleichnamige Ehapa-Heftreihe, Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg (beide Xenos Verlag), Pumuckl (Dino Verlag) und für den skandinavischen Markt den Mumins. In punkto Werbecomics gestaltete er Sumsi, den Kindercomic der Raiffeisenbank, und in den 90er Jahren eine Comic-Broschüre um Das E-Team, das im Auftrag des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft) Schülern den verantwortungsbewussten Umgang mit Energie näherbringen sollte.

In Frankobelgien trat Martí in den 90er Jahren mit den One-Shots "Fanny Hill" (P&T Production) "Les plus courtes sont les meilleures!" und "Les plus courtes sont les moins longues" (beide BD Folies, dt. als Band 1 und 6 der Albenreihe Girls und Gags von C & C Books/Boiselle & Löhmann) in Erscheinung. Wie auch seine anschließenden Beiträge zur Reihe Blagues Coquines (Joker Editions) gehörten diese dem Genre Erotik-Funny à la Dany an.

Martí und seine Freunde: Ben's Bande, Teutone Wüterich, Sean McIntus, Tom Dooley, Lupo, Fix und Foxi



Alle Abenteuer der Teutonen

siehe Furor Teutonicus

Amerikareise-Zyklus

(in der korrekten Reihenfolge der Handlung)


Knox von Marti

1977

1978

siehe Amerikareise (ab zweite Hälfte "Raumfahrt-Rummel")

1979

1980

1981

1982


Literatur

  • Die Sprechblase - Die wunderbare Welt klassischer Comics Nr. 226, 38. Jahrgang (Januar 2013). Darin: Hommage an Josep Marti Capell von Stefan Meduna, S.4-13.


Weblinks